Warum die KI vorschlägt und du entscheidest
Im envisbo Cockpit ist jedes Ergebnis der KI zuerst ein Vorschlag. Du siehst ihn als markierte Änderung im Dokument oder als Eintrag in deiner Liste, mit Quelle, und nimmst ihn an, änderst ihn oder lehnst ihn ab. Was immer gleich läuft, kannst du später automatisch laufen lassen. Eine Regel gilt immer: Was sich nicht zurücknehmen lässt, passiert nicht ohne deine Freigabe.
Eine falsche Antwort ist kein falscher Vorgang
Wenn die KI eine Frage falsch beantwortet, ist das ärgerlich. Du klickst auf die Quelle, siehst, dass die Stelle nicht passt, und fragst anders. Es ist nichts passiert.
Wenn die KI dagegen eine Rechnung falsch bucht, eine Mail an den falschen Kunden schickt oder eine Position im Angebot überschreibt, dann ist etwas passiert. Ein Schaden lässt sich nicht mit einem Klick auf die Quelle beheben.
Deshalb unterscheiden wir streng zwischen Lesen und Schreiben. Version 1.0 liest: Sie beantwortet Fragen und zeigt die Quelle. Module, die etwas schreiben, kommen später und alle nach derselben Regel.
Die Kette, die jedes Modul durchläuft
Jedes Modul im envisbo Cockpit folgt demselben Ablauf:
- Auslöser: eine Frage, ein eingehendes Dokument oder ein fester Zeitpunkt.
- Kontext: Das Modul holt sich die Stellen aus deinen Unterlagen, die es sehen darf.
- Vorschlag: Es erzeugt einen Vorschlag in einem festen Format, mit Quellen und mit einer Angabe, wo es unsicher ist.
- Prüfung: Ein Mensch nimmt an, ändert oder lehnt ab.
- Ausführung: Erst dann wird gespeichert oder weitergegeben.
- Nachweis: Jeder Schritt wird protokolliert, damit später klar ist, wer was wann freigegeben hat.
Schritt 4 ist der, um den es hier geht. Er ist der Grund, warum du der KI Arbeit geben kannst, ohne die Verantwortung abzugeben.
Und wann darf etwas automatisch laufen?
Nicht jeder Vorschlag braucht dich. Wenn ein Modul monatelang dieselbe Art Rechnung vom selben Lieferanten richtig zuordnet, ist es unnötig, jede einzeln abzunicken. Dann legst du fest, dass genau diese Art Vorgang automatisch läuft.
Freigeschaltet wird das einzeln: je Modul, je Art von Aktion und je Betrieb. Und erst dann, wenn wir anhand von Testfragen und laufendem Betrieb zeigen können, dass es trägt. Du entscheidest, wir liefern dir die Zahlen dafür.
Was nicht zurückgenommen werden kann, bleibt trotzdem bei dir. Eine verschickte Mail holt niemand zurück.
Woran man später erkennt, was die KI gemacht hat
Jeder Eintrag, den ein Modul in eines deiner Systeme schreibt, ist als solcher erkennbar, zum Beispiel über eine Kennung im Notizfeld. Das hilft dir im Streitfall, und es hilft uns, einen Eintrag gezielt zurückzunehmen, wenn etwas schiefgegangen ist.
Was das Recht dazu sagt
Die KI-Verordnung der EU verlangt für Hochrisiko-Systeme eine wirksame menschliche Aufsicht (Artikel 14): Menschen müssen Ergebnisse prüfen, überstimmen und das System abschalten können. Ein Werkzeug für den Büroalltag fällt in der Regel nicht in diese Klasse. Wir bauen die Aufsicht trotzdem von Anfang an ein, weil sie das ist, was Vertrauen schafft. Welche Systeme als hochriskant gelten, steht in Was die KI-Verordnung ab Dezember 2027 bei Beschäftigtendaten verlangt.
Dieser Beitrag ist eine Erklärung, keine Rechtsberatung.
Welche Aufgabe in deinem Büro würdest du gern abgeben, aber nur, wenn du am Ende noch drüberschauen kannst? Und bei welcher wärst du froh, wenn du nie wieder drüberschauen müsstest?